| Holländische
und Norddeutsche Gärten
Die Gärten an den oberitalienischen Seen
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Unsere bisherigen GartenreisenHolland Norddeutschland2003 |
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In der Folge lasse ich eine illustrierte Beschreibung einiger Gärten für Italieninteressierte hier stehen.
Zur Erinnerung und für alle Interessierten an den englischen Gärten sollen die Beschreibung der englischen Gärten noch zur Verfügung stehen.(siehe unten)
Villa Olgiate Malgora
Palladio-Villa Cornare
Villa Castellazzo
Villa Barbarigo
Bereits sind die Reisen nach Italien Geschichte. Das ungeteilte Urteil der Teilnehmer lautete: einfach grandios!
Einige Höhepunkte der Reise
Nun ja, die Herbstreise kompensiert das Auslassen von Turin mit einer gesamthaft etwas gemächlicheren Reise und einem längeren Aufenthalt in Abano. Wie herrlich lässt sich dort entspannen, das Baden im warmen, mineralreichen Wasser lässt allfällige Strapazen des Tages längst vergessen und wer will, kann sich Fangopackungen machen lassen oder sich im Fitnessstudio stylen. Selbstverständlich ist alles (ohne Fango) im Preis inbegriffen.
Aber dazwischen liegen die Städte: Bergamo, hoch oben auf dem Berge, zusammengedrängt, kompakt, die Festung verratend und doch prachtvolle Schätze bergend; Verona mit der arabisch anmutenden Altstadt und der prachtvollen Arena; Vicenza, die Heimat Palladios, da wo die Moderne beginnt und sich die Architektur mit der Kunst vermählt; und Padua, die Verkannte, Unbekannte, zu nahe bei Venedig gelegen, deshalb die lebhafteste, noch von Italienern beherrschte Stadt mit dem Markt, dem Sonntags- und Abendgespräch auf den Strassen und Plätzen, Italianità in Reinkultur und all das vor herrlicher Kulisse.
Im Zentrum der Reise standen natürlich die Gärten. Einige darunter sind bekannt - die Isola Bella, das Barockwunder, die Hängenden Gärten im Lago Maggiore; Carlotta, der berühmteste Pflanzengarten am Ufer des Comersees, Giardino Hruska, der Künstlergarten des André Heller am Gardasee; Giardino Giusti, die prachtvolle Anlage mit der Grotte und den kunstvollen Broderien, ein Juwel; und dann die palladischen Villen des Veneto mit einer Architektur, die heute noch wegweisend ist. Daneben wollen wir eine Anzahl privater Gärten besuchen, die sonst nicht besichtigt werden können und die ebenso schön sind wie die bekannten. Eine einmalige Gelegenheit!
Die Weine des Veneto, im speziellen des Valpolicellas sind weltberühmt. Johnson schreibt darüber:...... Hinter der Maske versteckt sich eine ungeheure Vielzahl von Durftnoten... Hier verbindet sich Gartenkunst mit den Geheimnissen des Weinbaues. Sie haben sich gemacht, diese Weine, wir werden sie kosten können und dazu über die herrlichen Gärten blicken. Überhaupt das Essen: Neben den Gärten und der Kunst soll es die Hauptattraktion sein. Nicht jeden Abend im raffiniertesten Restaurant, das würde einem vielleicht zu stark auf den Magen schlagen, aber zwischendurch wollen wir uns schon ein wenig vom gepflegtesten Restaurant verwöhnen lassen.
Nicht vergessen haben wir die Seenlandschaft des Lago Maggiore, des Comer- und Gardasees, die uns über etliche Tage begleiten wird und auf denen wir uns auch in der kühlenden Brise bewegen werden. Wir entdecken auf dieser Reise ein Italienbild, wie es selten in dieser Kompaktheit und Komposition gezeigt wird.
Das Veneto gehört mit knapp zwei Dritteln seiner Fläche zur Po-Ebene, dem Tiefland am Rand der Alpen, und vor allem das prägt seinen Charakter. Nur die beiden unvermittelt aufragenden Berggruppen, die Colli Euganei, von denen noch die Rede sein wird, und die Monti Berici unterbrechen die Monotonie. Schnurgerade Kanäle und Dämme und ebenso schnurgerade, vielfach von Pappeln oder Platanen gesäumte Strassen durchziehen das Schwemmland und rastern die üppige Fruchtbarkeit: Wein und vor allem Mais, der im Sommer allenthalben die Sicht verstellt.
Palladio, dieser gewaltige Architekt, steht im Zentrum des zweiten Teils der Reise. Er ist der Architekt, welcher auf die spätere europäische Architektur wohl den bedeutendsten Einfluss hatte. Die Gärten zu seinen Villen entsprachen durchaus einem Nützlichkeitssinn. Der Raum für Lustgärten war beschränkt, auf einen nicht allzu grossen Bereich vor der Hauptfassade reduziert, der mit Statuen, Balustraden und zumeist einer Vierung versehen wurde. Man könnte behaupten, der Garten entsprach dem Bedürfnis nach einem Aussenwohnraum und selbst die wunderhübsche Grotte in Maser war vermutlich diesem Zweck gewidmet. Eine Ausnahme bildet der Garten der Villa Barbariga, 1669 von Andrea Barbarigo in schönster manieristischer Art angelegt. Die sanfte Hanglage, die Wasserführung, der dezentrale Sitz der Villa, aufgeprägte aber nicht dominierende Längsachse sind die charakteristischen Merkmale. Der Reichtum der Venetier zeigt sich weniger in der Grösse ihrer Villen und Gartenanlagen als vielmehr in ihrer gestalterischen Qualität. Mit Palladio wurde eine wegweisende Villenarchitektur entwickelt, die ihre Wurzeln in den Theorien von Alberti hat und weit in die Moderne hineinwirkt.
Euganeische Hügel
Wir werden in dieser Gegend vier erholsame Tage verbringen. Padua eröffnet uns sozusagen den Weg zu diesem seltsamen Gebirge. Goethe beschreibt die Gegend rund um Padua: ‚...ein grünes Pflanzenmeer, ohne eine Spur von Erhöhung, Baum an Baum, Busch an Busch, Pflanzung an Pflanzung, unzählige weisse Häuser, Villen und Kirchen aus dem Grünen hervorblickend. Am Horizont sah ich ganz deutlich den Markusturm zu Venedig......'. Die Euganeischen Hügel setzten sich aus etwa hundert Erhebungen zusammen , die sich sehr in Form und Höhe voneinander unterscheiden. An diesen Orten entstand aus dem engen Kontakt zwischen Sediment- und Magmagesteinen eine Landschaft mit starkem Charakterbild, deren ungewöhnliche und eindrucksvollen Perspektiven mehr der Welt der Kinderzeichnungen als an die üblichen Bergpanoramen erinnern. Berühmt sind die warmen, heilbringenden Quellen am Nordfuss der Hügel, in denen wir es uns in den Mussestunden wohl ergehen lassen wollen. In Este, einem Städtchen im Süden der Hügel, befindet sich das Nationalmuseum Atestino im Palast aus dem 16. Jh. Es gehört zu den bedeutendsten Museen Italiens, und sein Besuch ist fast ein Muss. In diesem archäologischen Museum befinden sich die wichtigsten Sammlungen von Funden der paläo- venetischen Kultur aus der Eisenzeit und zahlreiche Belege über das Leben im antiken Ateste der Römerzeit.
Dass dies alles womöglich ein wenig zu anstrengend sein könnte? Nun ja, Bade- und Faulenzerferien sind es nicht, aber ich garantiere Ihnen: Der Genuss dieser Schönheiten wird Sie beflügeln und alle Müdigkeiten vertreiben und die Routen und Besuche sind so dosiert, dass es immer als angenehm empfunden wird.
Die Hotels sind von mir persönlich ausgewählt worden und werden den höchsten Ansprüchen gerecht. Mit einer Ausnahme sind es alles 4-Stern-Hotels, die allen Bedürfnissen gerecht werden. In Abano beispielsweise logieren wir im Grandhotel Magnolia mit seinen wunderschönen, eigenen Bädern und am Comer See ist es das Grandhotel Menaggio. Zwischendurch werden wir uns in exklusiven Schlössern (Trissino) zum Abendessen niederlassen und verschiedentlich die prachtvollen örtlichen Weine degustieren.
Wir stellen Ihnen eine Reihe von spannenden
und informativen Texten zu dieser Reise zur Verfügung, wo Sie sich über
die besuchten Regionen, Städte, Gärten, Villen usw. informieren können:
Beschreibung der Gärten der Reise im Herbst 1999 in England
Einführung
in die Geschichte Englands
Illustrierte
Geschichte der englischen Gärten des 18. und 20. Jahrhunderts
Beschreibung der Gärten derReise im Juni 1999
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