Pflanzenschutz/Gift
1.Aufbewahrung, Lagerung.: Wie geschieht das?
• In Originalgebebinden aufbewahren
• Trocken und übersichtlich aufstellen
• Nach Produktegruppe geordnet
• Keine Lebensmittel
• Abschliessbar
• Giftschrank muss beschriftet sein
2. Was bedeuten diese Zeichen:
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| sehr giftig | umweltgefährlich | giftig | äzend | reizend |
3. Wer darf Pflanzenschutzmittel ausbringen?
Wer im Auftrage Dritter Schädlingsbekämpfung betreibt darf das nur
wenn er
im Besitze einer Fachbewilligung ist.
4. Pflichten beim Umgang mit Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen
• Wer mit Stoffen und Zubereitungen umgeht, muss deren gefährliche
Eigenschaften beachten und die zum Schutz von Leben und Gesundheit erforderlichen
Massnahmen treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik
anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes angemessen sind.
• Beim Umgang mit Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen sind der
von der Herstellerin angegebene Verwendungszweck und die Entsorgungsart zu berücksichtigen.
Insbesondere sind die auf der Verpackung und dem Sicherheitsdatenblatt angegebenen
Hinweise zu beachten.
• Die berufliche oder gewerbliche Verwenderin muss das Sicherheitsdatenblatt
aufbewahren, solange in ihrem Betrieb mit dem betreffenden Stoff oder der betreffenden
Zubereitung umgegangen wird.
• Bei der Verwendung von Chemikalien gelten im Übrigen die Vorschriften
bezüglich Arbeitnehmerschutz, Umweltschutz, Gewässerschutz und Brandschutz
5. Auf was achte ich, wenn ich Pilzbekämpfung machen muss.
Praktisch alle Pilzkrankheiten können nur präventiv bekämpft werden. Die Pflanzen müssen also regelmässig beobachtet werden und bei Anzeichen von Pilzbefall muss die Bekämpfung mit den geeigneten und spezifischen Mitteln einsetzen. Dies setzt eine gute Kenntnis der verschiedenen Pilzkrankheiten voraus.
Nenne 3 Wirkstoffe zur Pilzbekämpfung
Schwefel, Kupfer, Zineb, Maneb, Picoxystrobin, Azoxystrobin, Kresoxim-Methyl,
Pyraclostrobin, Fluoxastraobin, Trifloxistrobin, Dimoxistrobin. Propiconazol
(z. B. Desmel), Flusilazol (z. B. Capitan), Metconazol (Caramba), Epoxiconacol
(z. B. Opus), Fluquinconazol (z. B. Flamenco), Tebuconazol (z. B. Folicur, viele
Beizen), Prothio-conazol (z. B. Prolin), Difenoconazol (z. B. Spyrale), Cyproconazol
(z. B. Radius), Triadimenol (z. B. Bayfidan), Flusilazol (z. B. Capitan), Bromuconacol
(z. B. Granit)
6. Unter welchen Bedingungen entwickeln sich die unterschiedlichen
Pilzkrankheiten
Nenne drei verschiedene Typen und ihre Entwicklung
Pilze gehören zu den Pflanzen, sie können aber nicht assimilieren
und benötigen einen Wirt, um zu den erforderlichen Kohlehydraten zu kommen.
Es gibt tausende von Pilzarten, die je nach Klasse unterschiedliche Entwicklungs-
und Vermehrungsformen haben.
• Gewisse Arten, wie z.B. der echte Mehltau entwickeln sich bei eher trockener
Witterung.
• Andere Arten wie z.B. der falsche Mehltau können sich nur bei eher
feuchter Witterung entwickeln
• Etliche Pilze wie z.B. viele Rostarten benötigen einen Wirtswechsel,
d.h. es entwickelt sich auf dem Wirt ein Fruchtkörper, in dem sich die
Sporen entwickeln, die dann vom Wind verbreitet werden.
• Viele Pilze leben in Symbiose mit höheren Pflanzen. Denen stellen
sie wichtige Nährstoffe zur Verfügung, die Pflanze gibt ihnen dafür
Kohlehydrate ab.
7. Beschreibe den Gitterrost und seine Bekämpfung
Der Gitterrost benutzt als Zwischenwirt verschiedene Wachholder-Arten, wo er sich auf den alten Ästen festsetzt. Denen schadet er praktisch nicht. Er entwickelt einen Fruchtkörper, der bei warm-feuchter Witterung ab Mitte Mai aufbricht und die Sporen werden vom Wind verbreitet und lagern sich an Birnenblättern an. Dort bilden sie rötliche Flecken aus den Sporen und entwickeln sog. Sommersporen, die weitere Birnenblätter befallen. Die Birne stirbt nach mehreren Befallen ab.
8. nenne 3 Wicklerarten, ihre Wirtspflanzen und deren Bekämpfung
Apfelwickler, Kiefertriebwickler, Kastanienwickler, Pflaumenwickler,
Der Apfelwickler (Cydia pomonella) und der Pflaumenwickler (Cydia funebrana)
gehören zu den bedeutendsten Schädlingen an Obstbäumen in Haus-
und Kleingärten. Wenn im Mai Lockstofffallen (Apfelwickler & Co.: Lockstofffallen
aufhängen) in den Bäumen angebracht wurden, nimmt der Befallsdruck
schon erheblich ab.
Im August schlüpft eine zweite Wickler-Generation, was es zu verhindern
gilt. Die Raupen entwickeln sich in den noch jungen Früchten („Wurm
im Apfel“), die man durch kräftiges und häufigeres Schütteln
im Juni zu Fall bringen kann. Alle kleinen Früchte – auch die des
natürlichen Junifruchtfalls – dann auflesen und vernichten. Um auch
die restlichen Raupen zu erwischen, sollten Ende Juni an Apfelstämmen 10
Zentimeter breite Gürtel aus Wellpappe befestigt werden. Hier verkriechen
sich die Raupen gerne, um sich zu verpuppen. Die Gürtel sollten von Juli
bis August wöchentlich kontrolliert werden. Raupen und Puppen sind zu vernichten.
Pflaumenwickler der ersten Generation verpuppen sich am Boden, daher macht Wellpappe
am Pflaumenbaum erst Ende August Sinn. Anfang Oktober kann die Wellpappe zusammen
mit Raupen und Puppen entfernt und vernichtet werden.
Die meisten Wickler können auch mit Insektiziden, den Wirkstoffen Acephat,
Lambda, Cypermethrin und Mineralöl bekämpft werden.