*      Japan-Reise Herbst 2017

Gärten, Landschaften, Architektur

Individuelle Gruppenreise nach Japan ca.  20. Oktober bis 8. November 2017 (genauer Zeitraum nach Absprache)

8-10 Teilnehmer, nach dem Motto:

Wir, Marie-Luise und Hans Graf fahren auf jeden Fall nach Japan. Wer will , kann sich uns anschliessen. Wir übernehmen die Groborganisation, Reservation der Flüge, Hotels und ähnlichen und gemeinsam bestimmen wir das Programm. Wir machen Vorschläge, die von der Gruppe ergänzt werden können.

Hans Graf Gartenbauing. FH  Krauchthalstrasse 6  CH-3065 Bolligen 

hansgraf@bluewin.ch  www.graf-gartenbau.ch   031 921 00 97


 

Das mögliche Programm

die klassischen japanischen Gärten

Die Reise der Gärten führt in die beiden japanischen Kaiserstädte Tokyo und Kyoto aber auch nach Kanazawa, wo einer der schönsten Gärten verborgen ist . Hier hat sich das höfische und geistige Leben Japans entwickelt. Ausdruck der tiefen Naturverbundenheit der Japaner sind ihre Gärten. Ein japanischer Garten soll stets, auch auf kleinstem Raum, das ganze Universum repräsentieren. Gräser, Steine, Bäche, Teiche und Bäume stehen jeweils für eines der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Äther. Die Kunst japanischer Pflanzenzucht zeigt sich in den botanischen Gärten mit unzähligen Ahorn-, Kiefer-, Bambus- und Kirschenarten. Tempel, Schreine und königliche Bauten geben Einblick in die japanische Kultur des Shintoismus und Zen-Buddhismus.

 

Hama-Rikyu, Tokyo - Der 1679 fertiggestellte Hama-Rikiyu ist ein typischer Feudalherrengarten aus der Edo-Zeit (1603–1868) in unmittelbarer Nähe der Bucht von Tokyo. Uralte Kiefern, Ahorn und Zimterlen prägen das Bild der Gärten.

Meiji-Schrein, Tokyo - Der Schreinbezirk ist eingebettet in einen Wald mit rund 120.000 aus allen Teilen des Landes gespendeten Bäumen. 365 verschiedene Arten sollen hier vertreten sein. Die 12 m hohen, 1,2 m dicken, vollholzigen Säulen des großen Torii wurden aus 1.700 Jahre alten Taiwania Lebensbäumen erbaut. Im Herbst werden hier Chrysanthemen ausgestellt.

Koishikawa Botanischer Garten Tokyo - Schwerpunkt der Sammlung sind asiatische Arten aus Wildherkünften. Die Kollektion umfasst gegenwärtig etwa 1.400 winterharte Gehölze, 1.500 Stauden und 1.100 tropische und subtropische Pflanzen.

Botanischer Garten Hakone - Der 1976 gegründete Garten liegt im Fuji- Nationalpark. Natürliche Waldgesellschaften mit 1.700 einheimischen Pflanzen, geben einen Überblick über die Vielfalt der Japanischen Flora. Eine kleine Ausstellung mit bonsaihaften Landschaftskompositionen zeigt feine Gartenkunst.

Toshogu Schrein, Nikko - Fast alle Torii, Pagoden und Schreine der Anlage sind rot und golden lackiert. Auf dem Heiligen Stall für das Heilige Pferd sind die drei berühmten Affen zu sehen sind, die sich Augen, Ohren und Mund zu halten: Um uns zu ermahnen: "Du sollst nichts Böses hören, nichts Böses reden, nichts Böses sehen". Der prachtvollste Baum im Schreinbezirk ist die von einer Steinbalustrade umgebene Schirmtanne (Sciadopitys verticillata). Der Baum soll von dem Mönch Kobo Daishi (744–835) gepflanzt worden sein. In Japan lautet ein geflügeltes Wort: „Gebrauche nicht den Ausdruck Herrlichkeit, bevor du Nikko gesehen hast".

Owakudani-Tal - Im „großen kochenden Tal“ spucken pfeifend und dröhnend Fontänen bis zu 200 ºC schwefelgasreiches Wasser aus. Zahlreiche Besucher kochen hier Eier, da deren Genuss das Leben um sieben Jahre verlängern soll. Die Eierschalen verfärben sich beim Kochen schwarz. Den Boden bedeckt eine "Mulchschicht" aus dunklen Eierschalen. Chinaschilf und Zwergbambus haben ehemalige Waldflächen erobert.

Ryoan-ji-Tempel, Kyoto - Im 16. Jahrhundert wurde der berühmte Steingarten durch einen unbekannten Meister entworfen wurde. Seitdem wird die  30 x 10 m große Fläche stets sorgfältig in Längsrichtung geharkt. 15 Steine liegen in fünf bemoosten Gruppen, deren Bedeutung unbekannt bleibt. Vielleicht ist der Garten als „koan“ gemeint, als eine jener paradoxen und scheinbar sinnlosen Meditationsaufgaben, mit denen Zen-Priester ihre Schüler zur Erleuchtung zu führen trachteten. Im Teich spiegelt sich die Gehölzkulisse, im Hintergrund die Berglandschaft von Kyoto. Das bewusste Einbeziehen der näheren und weiteren Umgebung in die Gartengestaltung wird als Shakkei, "Geborgte Landschaft", bezeichnet.

Kinkaku-ji-Tempel, Kyoto - Der „Goldene Pavillon“ liegt am Ufer eines Spiegelteiches. Die kleinen, von Kiefern bestandenen Inseln im Teich erinnern an die Insellandschaft in der Bucht von Matsushima. Die Holzkonstruktionen sind lackiert und mit reinem Gold plattiert. Auf dem Dach thront ein goldener Phoenix, der mythische Vogel, der in vielen Kulturen Auferstehung und Unsterblichkeit symbolisiert.

Ginkaku-ji, Kyoto - Der Silberne Pavillon wurde 1482 als Villa des regierenden Shoguns YOSHIMASA ASHIKAGA als Nachahmung des Golden Pavillons erbaut. Einer Verfügung des Shoguns folgend, wurde die Villa nach seinem Tod zu einem Tempel der Zen-Sekte. Der Garten des Tempels gilt als typisches Beispiel der Muromachi-Zeit (1336–1573) mit ihrem Höhepunkt der Zen-Philosopie. Einzigartig ist das in seinem Umriss dem chinesischen Westsee nachgeformte "Meer" aus geharktem Kies, als Ginshadan (Meer aus Silbersand) bezeichnet. Die Furchen des Sandes sollen das Mondlicht reflektieren und den Garten nachts erleuchten. Der stumpfe Sandhügel Kogetsusai ahmt die Form des Fuji-san nach. Im Tempelbezirk steht eine regelmäßig stufenförmig aufgebaute Mädchen-Kiefer, Pinus parviflora.

Weitere Besuchspunkte: Tokio: Asakusa Kannon Temple und traditionelle Nakamise Geschäfte, Bootsfahrt auf dem Sumida Fluss.

Auf dem Weg nach Nikko: Botanischer Garten Nikko; Futurasan Schrein

Hakone: Kotoku - Tempel mit riesiger Buddha Statue; Hase Kannon Tempel; Hokoku -ij Tempel mit Bambuswald

Okayama, Takamatsu: Koraku-en Garten und Tempel; Ritsurin Park

Nara: Besuch Yoshiki-en Garten und Todao-ji Tempel

Kyoto: Tenryu-ji Tempel; Nanzen-ji Temple und Botanischer Garten Kyoto mit Bambushain und Chrysanthemenausstellung

Kanazawa

Der Kenroku-en (jap. 兼六園, dt. Garten der gleichzeitigen 6 [Attribute]) in Kanazawa ist mit dem Kairaku-en und dem Kōraku-en einer der Drei berühmten Gärten Japans

Die Drei berühmten Gärten Japans (jap. 日本三名園 Nihon Sanmeien) sind die, die alle Anforderungen an einen perfekten Landschaftsgarten nach den Chroniken der berühmten Luoyang-Gärten, einem antiken chinesischen Gartenbuch des Dichters Li Gefei, erfüllen:

Die Nihon Sanmeien sind die japanischen Wandelgärten:

Die Liste der hier aufgeführten Gärten ist beileibe nicht vollständig. Auf meiner HomePage unter der Rubrik ‚Gartenreisen/Japan’ habe ich weitere Gartenanlagen aufgeführt.

Und: wir werden uns in einigen Gärten gewiss auch durch sachkundige Spezialisten führen lassen.

 

Die Reise zu den Landschaften Japans

Die Reise führt aber auch zu einigen der schönsten Landschaften  und ländlichen Orte Japans. Das malerische Arashiyama liegt eingebettet inmitten bewaldeter Bergketten im Westen Kyotos. Schon im 8. Jahrhundert kamen die Hofadligen hierher, um die Landschaft zu genießen. Ein kleiner Spaziergang durch die Bergketten führt Sie heute zuerst zum Nonomiya-Schrein, dessen herrliche grüne Moosflächen eine zauberhafte kleine Waldlandschaft bilden. Kamakura, ein beschauliches Städtchen südlich von Yokohama, kann auf eine bewegte Vergangenheit als Regierungssitz des ersten Shogunats zurückschauen. Übrig geblieben aus einer glorreichen Zeit sind sagenhafte über 70 Tempel und Schreine, darunter Zen-Tempel mit Gärten von einzigartiger Schönheit. Mit einer Fahrt auf den Komagatake-Krater, der einen atemberaubenden Blick über den Hakone-Nationalpark bietet, steht uns ein weiterer Höhepunkt bevor. Heute Nacht haben wir  dann erneut die einzigartige Gelegenheit, in einem traditionellen japanischen Hotel, einem Ryokan, zu übernachten. Verpassen Sie dort nicht ein entspannendes Bad.

Auch ein Ausflug nach  Nikko darf nicht fehlen und unterwegs machen wir Halt an einem der „Drei schönsten Gärten Japans“, in Mito. Der Kairakuen-Garten ist ebenfalls ein großer Landschaftsgarten, der unter anderem einen Pflaumenbaumwald und einen Bambuswald beherbergt. Die Gartenanlage ist relativ neu und wurde 1841 begonnen. Anders als die beiden anderen Gärten, war er immer für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Sage nicht ‘schön’, bevor du Nikko gesehen hast.“ sagt ein japanisches Sprichwort. Nachdem ein buddhistischer Priester vor 1200 Jahren den Rinnoji-Tempel gründete, entwickelte sich Nikko rasch zu einem religiösen Zentrum des Buddhismus und des Shintoismus. 

Eine kurze Fahrt mit dem Shinkansen Schnellzug könnte uns  im Anschluss ian den Besuch in Kyoto in das Burgstädtchen Himeji bringen.

Den „Weißen Reiher“ haben die Japaner liebevoll die prächtige Burganlage der Stadt Himeji getauft – und spielen damit auf die bewundernswerte Eleganz der Burg mit ihren filigran geschwungenen Dächern und ihrer strahlend weißen Farbe an. Die Burg von Himeji ist ein absolutes Muss auf jeder Japanreise. Sie ist die am besten erhaltene Burganlage im ganzen Land und bietet neben ihrem unbestreitbaren ästhetischen Wert auch einen Einblick in die japanische Baukunst und in die Lebensweise des Kriegeradels.

Im Anschluss besuchen wir den Kokoen-Garten am Fuß der Burg – oder besser die Gärten. Der Kokoen setzt sich nämlich aus neun verschiedenen Themen-Gärten zusammen. Am besten lässt man das schöne Gartenarrange¬ment nach dem Rundgang noch einmal vom idyllisch gelegenen Teehaus aus auf sich wirken, bei einer Tasse traditionell gereichtem Macha-Grüntee.

Das Japan der Moderne.

Nicht entgehen lassen wollen wir uns das moderne Japan, zeitgenössische Bauten und Gärten. Auch hier hat Japan sehr viel zu bieten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nicht nur das brennbare Baumaterial Holz durch Stahlgerüstkonstruktionen ersetzt, auch der Stil änderte sich. Bedeutende Gebäude der Vorkriegszeit wie das Wakō-Kaufhaus, der Bahnhof Tokio, der Akasaka-Palast oder die Bank of Japan wurden nach klassischen europäischen Maßstäben entworfen, während in der Nachkriegszeit zunehmend moderne, funktionalistische Bauten errichtet wurden. Die ständige Gefahr von Erdbeben, die Bombardements des Krieges und der dynamische Wirtschaftsaufschwung nach dem Krieg begünstigten einen brutalistischen Modernismus.

Seit Beginn der 1990er hat sich die Situation allmählich verändert. Wendepunkte im architektonischen Design waren das 1991 fertiggestellte postmodernen Tokyo Metropolitan Government Building (tochō) und der zwei Jahre später errichtete Yokohama Landmark Tower. 1996 wurde das schiffsförmige Tokyo International Forum fertiggestellt, ein Konferenz- und Veranstaltungszentrum, entworfen von Rafael Viñoly. Mit dem 2003 fertiggestellten Komplex Roppongi Hills aus Wohn-, Büro- und Geschäftsgebäuden samt umliegenden Parks wurde nicht nur modernes Design realisiert, sondern auch stadtplanerische Ideen einer Konzentration von Wohn-, Arbeits- und Freizeitumgebung auf engstem Raum umgesetzt. Während die Architektur solcher Großprojekte der internationalen Avantgarde entspricht, bleibt die Masse der Gebäude, vor allem in den Vorstädten, dominiert von uninspirierten Designs der 60er Jahre, was durch die extrem hohe Baudichte in den Großstädten noch begünstigt wird.

Und dann werden wir uns ganz sicher einige Bauten von Tadao Ando ansehen

Die Kosten:

Wir rechnen mit Kosten inkl. Flug, Unterkunft in gehobenen auch traditionellen Hotels , Essen, Führungen und Eintritte mit ca. Fr. 6'000.—bis 7'000.—pro Person. Es ist zu beachten, dass in den traditionellen Hotels oft keine Einzelzimmer verfügbar sind, man da also als Einzelreisender ein Doppelzimmer bezahlen muss.

Es gibt eine individuelle Abrechnung, Für meine Aufwendungen stelle ich ausser den Spesen natürlich nichts in Rechnung.

Kostenzusammenstellung: (Schätzung)

Flug Swiss  ca. 1'200.—

Hotelübernachtung im DZ, pro Zimmer ca. 200.—

Essen pro Tag ca. 80.—

Führungen und Eintritte  pro Tag ca. Fr. 50.—

Transporte pro Tag ca. 30.—

Japan Rail Pass pro Person für 2 Wochen: ca Fr. 450.--

Japan Reise Kalkulation,  18 Tage /16 Tage im Land


Pau

Einheit

Für 17 Tage

Flug

1200



Hotel


100

1700

Essen


80

1360

Bahn

450


0

Transporte


50

850

Eintritte/Führungen


40

680


3910


3910

Reserve Unvorhergesehenes

300







Total pro Person im DZ

6540

(Schätzung)






Und so geht es weiter:

Wer mit uns mitfahren und den herrlichen Herbst in Japan geniessen möchte, soll sich doch umgehend bei uns melden.

Ende Januar/Anfang Februar 2017 möchten wir zusammenkommen und das genaue Programm besprechen und beschliessen und anschliessend würden wir die erforderlichen Reservationen vornehmen. Im Internet  www.graf-gartenbau.ch/Gartenreisen/Japan habe ich noch ein paar Links aufgeschaltet für vertiefte Infos. Hier die Links:

   Gartenreisen Japan

- Japanische Gärten
- Japanische Gartengestaltung
- Japanische Architektur


 

Vorschau:

Im Juni 2018 findet eine Garten- und Landschaftsreise nach Irland statt.

Hans Graf Gartenbauing. FH  Krauchthalstrasse 6  CH-3065 Bolligen 

hansgraf@bluewin.ch  www.graf-gartenbau.ch   031 921 00 97